Mittwoch, 28. August 2019

Fussballsamstag und Event Support beim V-Card Triathlon Viernheim 2019 am Sonntag

Hallo Sportsfreunde,

das vorletzte Wochenende im August 2019 war für mich sehr spannend und zugleich abwechslungsreich. Sowohl in sportlich aktiver als auch in passiver Hinsicht. Ich berichte hier im Normalfall nicht über meine Stadionbesuche, aber diesmal mache ich eine Ausnahme aufgrund einer ganz besonderen Situation. Am Samstag, den 24. August standen nämlich gleich 2 Heimspiele der TSG 1899 Hoffenheim an. Die Frauen spielten um 13 Uhr im Dietmar Hopp Stadion hier in Hoffenheim gegen den 1. FC Köln und die Herren um 15.30 Uhr in der PreZero Arena in Sinsheim gegen den SV Werder Bremen. Zeitlich also sehr knapp hintereinander geplant. Da ich beide Spiele sehen und vorher auch noch etwas Sport machen wollte, musste ich ein wenig improvisieren, um auf beiden Hochzeiten tanzen zu können. Diese Konstellation mit 2 Heimspielen am gleichen Tag kommt zum Glück aber nur sehr selten vor. Wie immer an Heimspieltagen der Herren schnürte ich also traditionell meine Laufschuhe für einen lockeren 5-er, nur zeitlich diesmal etwas früher als normal. Ich nenne diesen Lauf immer Soccer Warm Up.


Um ca. 12 Uhr machte ich mich auf den Weg zum nur knapp 1 km entfernten Dietmar Hopp Stadion.
Ich nehme mir diese Vorlaufzeit immer, um die Mädels zu begrüßen, mit dem Trainer Jürgen Ehrmann noch einige Worte zu wechseln und um noch eine Kleinigkeit zu essen. Wie bei jedem Heimspiel der Hoffenheimer Ladies war ich natürlich VIP Gast ;-). Pünktlich um 13 Uhr erfolgte dann der Anpfiff.


Hoffenheim dominierte von Anfang an das Spiel und ging schon recht früh durch 2 tolle Tore von Tabea und Nici mit 2:0 Führung. Das Spiel bleibt weiterhin sehr einseitig auf das Tor der Kölnerinnen. Obwohl die TSG sehr viel Druck machte, war Köln durch eine tiefstehende Abwehr in der Lage, den Spielstand bis zur 35. Minute zu halten. In dieser Minute hämmerte Tabea den Ball erneut unhaltbar ins Kölner Tor. Beim Spielstand von 3:0 für Hoffenheim ging es dann in die Pause. In der 2. Halbzeit stand Kölns Abwehr zwar erneut stabil, konnte aber dennoch in der 52. Minute das 4:0 von Anne nicht verhindern. Beim 4:0 sollte es auch bleiben. Obwohl ich eine Viertelstunde vor Spielende bereits das Stadion verließ, um mich auf den Weg nach Sinsheim zu machen, habe ich dennoch alle Tore gesehen :-). Glück gehabt. 

Foto: (c) TSG 1899 Hoffenheim

Normalerweise nutze ich immer den kostenlosen Bustransfer von Hoffenheim zum Stadion nach Sinsheim. Da der letzte Bus aber bereits um 14.30 Uhr fährt, musste ich ein anderes Verkehrsmittel wählen. Selbstverständlich kam für mich nur das Bike in Frage.


In Sinsheim angekommen, stellte ich mein TREK 920 in einem derzeit ungenutzten Raum im Venice Beach Sinsheim Premium Fitness ab. Dort stand es sicher. Da das Bike neu ist, wollte ich es nicht direkt am Stadion abstellen. Danke an den Studioleiter Steffen, der mir das ermöglicht hat. Die letzten 2 Kilometer vom Studio zum Stadion war ich dann zu Fuß unterwegs. Kaum im S-Block bei den Hardcorefans angekommen, ging die Partie auch schon los. Der Auftritt der TSG Jungs war meiner Ansicht nach etwas weniger als durchschnittlich und deshalb gibt es hierüber auch nichts wirklich spannendes zu berichten. So ganz habe ich das Spielsystem des neuen Trainers noch nicht verstanden, aber vielleicht muss sich ja alles erst noch einpendeln. Man darf gespannt sein. Ich will das Spiel mal in einem Satz zusammenfassen: Es gab keine nennenswerten Torchancen auf Hoffenheimer Seite und dennoch konnte man das Match am Ende mit 3:2 für sich entscheiden. Egal, Hauptsache es waren unterm Strich 3 Punkte, die ggf. noch wichtig sein können.




Direkt nach dem Abpfiff machte ich mich wieder auf den Weg zum Studio, um mein Rad abzuholen und um wieder nach Hause zu rollen.


Den Abend lies ich dann mit einem alkoholfreien Weizenbier und einer leckeren Pizza gemütlich ausklingen, um am nächsten Morgen fit zu sein, denn bereits um 5 Uhr war die Nacht wieder vorbei. Je älter man wird, desto mehr Schlaf braucht man oder ist es umgekehrt. Kein Ahnung. Jedenfalls hab ich mich früh abgelegt.

Bereits zum 3. Mal war ich am Sonntag, den 25. August 2019 als Helfer beim Triathlon in Viernheim im Einsatz. Der Viernheimer V-Card Triathlon, ein 2 - tägiges Dreikampf - Festival, von denen es in Deutschland nicht mehr viele gibt, findet alljährlich entweder am vorletzten oder letzten Wochenende im August statt. In den vergangenen Jahren war ich immer am 1. Wettkampftag vor Ort. Diesmal aufgrund der beiden samstäglichen Heimspiele der TSG aber am Sonntag, an dem sich die Athleten traditionell auf der olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) messen. Quasi mit dem Sonnenaufgang um 6.30 Uhr und einem leckeren Sportlerfrühstück im Bauch, macht ich mich auf den Weg nach Viernheim. Natürlich mit dem Rad, mit was sonst, grins. Für mein Frühstück nehme ich mir grundsätzlich gerne etwas Zeit, deshalb sollte mich der Wecker bereits um 5 Uhr daran erinnern.


Bei frischen 12 Grad mit einem Hauch von Herbst, kletterte ich gleich zu Anfang die Hoffenheim Hills hinauf. Oben angekommen, war am Horizont die Sonne nun komplett zu sehen und im Tal noch einige Nebelschwaden, die sich aber allmählich auflösten. Eine atemberaubende Stimmung. Einfach wunderschön. Ihr erinnert euch an ältere Posts, ich bin eine Frostbeule. Also war ich natürlich entsprechend gut angezogen.


So früh am Sonntagmorgen mit dem Rad unterwegs zu sein, ist mehr als sensationell. Man ist nahezu alleine auf den Straßen und Wegen, ohne irgendwelche nervenden Autos oder Möchtegernradfahrer mit E-Unterstützung, die ihr Vehikel nicht beherrschen. Ich kam gut voran und war so gegen 8.45 Uhr im Viernheimer Waldstadion. Dort ist immer die Wechselzone 2 sowie der Zielbereich und auch mein Einsatzgebiet als Helfer. Da erst um 9 Uhr Treffpunkt war, hatte ich also noch etwas Zeit, mich umzuziehen und startklar zu machen.



Nach einer ausführlichen Einweisung in unsere Aufgaben durch den Leiter der Wechselzone, kamen kurz nach 10 Uhr dann die ersten Triathleten ins Stadion, um vom Rad in die Laufschuhe zu wechseln. Im Rahmen des Erlaubten unterstützen wir die SportlerInnen beim Wechsel und zeigten ihnen, wenn nötig, auch den Weg raus aus der Wechselzone. So manchen mussten wir tatsächlich auch auf den richtigen Weg bringen, denn im Wettkampfstress scheint wohl der Orientierungssinn nicht mehr so richtig zu funktionieren. Es wurden immer mehr Räder abgestellt und die Laufstrecke füllte sich zusehends. Wir hatten Minute um Minute immer weniger zu tun und konnten nun auch den Läufern auf ihrer Stadionrunde zusehen, wie sie sich dem Ziel näherten.


So gegen 12.30 Uhr waren nur noch sehr wenige Nachzügler auf der Laufstrecke. Um den befürchteten Andrang beim auschecken der Räder zu vermeiden, wurde jetzt bereits die Wechselzone geöffnet. Da mein Job in der WZ 2 nun beendet war, habe ich noch einige Zeit mitgeholfen, die Athleten aus diesem Bereich wieder auszuchecken. Die Devise war, Rad gegen Zeitmessungschip. Es lief alles sehr reibungslos und so konnte ich mich nach einer weiteren halben Stunde komplett aus dem Helfergeschehen zurückziehen. Beim anschließenden Small Talk mit einigen Bekannten, die auch als Helfer im Einsatz waren und mit vielen Athleten, die ich kenne, fiel mir noch ein technisches Highlight ins Auge. Ein über 20 Jahre altes Fully der Marke Centurion. Gerne erinnerte ich mich dabei an meine Zeit, in der ich als Mountainbiker bei zahlreichen Marathons an der Startlinie stand.


Wieder in Radfahrermontur, machte ich mich dann so gegen 14 Uhr auf den Heimweg. Begleitet von Dexy und Andreas, zweier Kunden und mittlerweile auch sehr guten Freunden. Die beiden machten auf ihrer Trainingsrunde extra noch einen Abstecher nach Viernheim, um mich zu begrüßen. Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut.


In Oftersheim verabschiedete ich mich und rollte die letzten Kilometer nach Hoffenheim wieder alleine, wie am frühen Morgen.


Unterm Strich war es für mich ein gelungener Tag in jeder Hinsicht. Ich konnte durch meinen Support dazu beitragen, dass der Triathlon einmal mehr problemlos über die Bühne ging, ich habe wieder viele Bekannte getroffen, die ich aufgrund der räumlichen Entfernung eher selten sehe und ich konnte auch gut trainieren.


Danke an die Triathlonabteilung des TSV Amicitia Viernheim, dass ich alljährlich dazu beitragen darf, dass eurer Event das ist, was es ist. Ich komme gerne wieder.

Kette rechts

Reiner



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