Mittwoch, 25. November 2020

Es war einmal in einem Land lange vor unserer Zeit.

Hallo Sportsfreunde,

leider habe ich im Moment keine sportlich interessanten Themen, über die ich euch berichten kann. Damit ihr aber nicht denkt, ich bin in der Versenkung verschwunden, wollte ich mich trotzdem mal wieder melden. Ich möchte euch diesmal eine Geschichte erzählen, in der es nur am Rande um Sport geht und die selbstverständlich frei erfunden ist.

Es war einmal in einem Land lange vor unserer Zeit. 

Dieses sagenumwobene Land wurde urplötzlich von einer angeblich hochansteckenden und todbringenden Seuche heimgesucht. Man erzählte sich, dass es wohl sehr schlimm sei. Die Königin und ihre Fürsten sagten deshalb, alle Untertanen wären wahre Helden, wenn sie ihr Heim nur verlassen würden, um sich lebensnotwendige Dinge zu besorgen, ansonsten untätig blieben und nichts tun sowie die fürs Menschsein so wichtigen sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränkten. Überall dort, wo man unvermeidlich doch anderen Menschen begegnete, auf dem Markt, auf den Feldern, solle man sich mit einem Stofflappen vor dem Gesicht maskieren. Der Sinn und Zweck dieser Maskerade war allerdings nie wirklich ganz klar. Vermutlich sollte damit jeder öffentlich seine Unterwürfigkeit zeigen.

Um schnell einen Überblick über die Situation zu bekommen, entwickelte ein geschäftstüchtiger königlicher Quacksalber einen Test, mit dem nachgewiesen werden sollte, wer krank war. Schon nach kurzer Zeit stellte sich aber heraus, dass dieser Test nur nachweisen konnte, dass man irgendetwas in sich trug, das später eventuell mal krank machen könnte. Es war offensichtlich erkennbar, dass dabei vieles nicht der Wahrheit entsprach, aber das interessierte die Herrscherin nicht. Es wurden trotzdem sehr sehr viele Untertanen getestet. Die, die getestet wurden und bei denen man dieses "Irgendetwas" festgestellt hatte, waren von jetzt an per Beschluss krank und hochansteckend. Sie wurden in den Kerker geworfen, obwohl sie gesund waren. Das königliche Seuchenorakel meldete sich fast täglich mit fragwürdigen Bekanntmachungen, die eine großflächige Ausbreitung der Krankheit belegen sollten. Ob es Absicht war, über die königlichen Hofberichterstatter solche falschen Schreckensmeldungen mitzuteilen, ist nicht überliefert, aber sie verängstigten die meisten Untertanen so sehr, dass sie wie gelähmt waren und deshalb nicht mehr ihren Verstand nutzen konnten. Die Königin und ihre Gefolgsleute nutzten die Gunst der Stunde und beschlossen nun, alle Untertanen noch mehr zu gängeln, zu verängstigen und zwangen sie unter Androhung von Strafe, die bisher freiwilligen Schutzmaßnahmen einzuhalten. Da die Menschen durch immer mehr suspekte Horrormeldungen nicht mehr Herr ihrer selbst waren, ließen sie das alles mit sich machen. Das öffentliche Leben war nur noch sehr eingeschränkt möglich. Tavernen wurden geschlossen, Gaukler durften nicht mehr auftreten und Sportstätten zur körperlichen Ertüchtigung wurden ebenfalls geschlossen. Alles, was für das menschliche Wohlbefinden förderlich war, wurde verboten. Arbeiten mussten die Untertanen allerdings noch, denn die Herrschenden lebten ja von dem, was die Menschen durch ihre Arbeit erschufen. 

Obwohl man ganz genau wusste, dass all das völlig übertrieben war, sagte man, nur so wäre diese angeblich sehr schlimme Krankheit einzudämmen und die wenigen Lazarette, die es noch gab, würden nicht überbelastet werden. Die meisten Untertanen glaubten der Herrscherin, doch leider war das ein fataler Fehler. Böse Zungen behaupteten, dass sich die Königin bewusst nur von ihren zahlreichen Hofnarren beraten ließ, obwohl es seiner Zeit schon viele gute Wissenschaftler gab, die sehr viel mehr über Krankheiten wussten, als königliche Narren mit ausschließlich Klamauk im Kopf. Trotz dieser sehr fragwürdigen Schutzmaßnahmen wurden viele Untertanen krank und haben es nicht überlebt. Nur ganz wenige starben allerdings wirklich an dieser schlimmen Krankheit. Es waren überwiegend die Alten, die vorher schon krank und schwach waren. Die anderen starben daran, dass sie der Königin, ihrem adeligen Gefolge und den zweifelhaften Hofberichterstattern blind vertrauten, alles glaubten, was man ihnen erzählte und aufgrund ihrer großen Angst nicht mehr in der Lage waren, selbstständig zu denken. Ihnen war nicht bewusst, wie wichtig es gewesen wäre, sich gesund zu ernähren, jeden Tag ein wenig sportlich aktiv zu sein und Freunde oder andere Menschen zu treffen. Denn das war die einzige Möglichkeit, das Immunsystem gegen diese Seuche zu stärken und somit sehr gut geschützt zu sein.

Es gab aber auch einige wenige, die die königlichen Maßnahmen sehr kritisch hinterfragten, diese nicht wirklich menschenfreudlichen Beschlüsse nicht einfach so hinnehmen wollten und sich friedlich dagegen zur Wehr setzten. Ihr Bauchgefühl und ihr gesunder Menschenverstand schlugen Alarm. Dies alles kam ihnen ziemlich seltsam vor. Deshalb wurden viele von ihnen öffentlich an den Pranger gestellt, mundtot gemacht und teilweise sogar von den Söldnern der Königin gezüchtigt. Majestätsbeleidigung wurde nämlich nicht geduldet und unmittelbar betraft. Dennoch hat sich diese kleine Gruppe nicht unterkriegen lassen, obwohl sie durchaus an die Existenz dieser Krankheit glaubten und wahrscheinlich sogar selbst damit infiziert waren. Sie wurden aber nicht krank, weil sie verstanden hatten und sich nicht beim Denken betreuen ließen. Sie hielten wie immer ganz normale Sauberkeitsregeln ein, ernährten sich gesund, ließen sich nicht das von geldgierigen und sehr mächtigen Quacksalbern in viel zu kurzer Zeit entwickelte und nicht ausreichend getestete Gegengift in die Adern spritzen und waren zu Hause oder im Freien alleine sportlich sehr aktiv. Dass alle Gemeinschaftssportstätten von der Königin und ihren Fürsten per Dekret geschlossen wurden, war zwar sehr ärgerlich, aber da sie klar denken konnten, entwickelten sie viele sehr kreative Strategien, um sich körperlich zu ertüchtigen und somit fit zu halten.

Im Laufe der Zeit wachten immer mehr Untertanen aus ihrer geistigen Umnachtung auf, konnten ihre durch Angst vernebelten Sinne wieder nutzen und selbstständig denken. Die Zahl derer, die die teilweise sehr sinnfreien Beschlüsse ihrer Majestät hinterfragten, mittlerweile auch ablehnten und sich sogar weigerten, dies alles zu befolgen, wuchs sehr schnell. Auch immer mehr königliche Söldner stellten die Maßnahmen der allmächtigen Herrscherin infrage. Das bereitete der machtbesessenen Königin sowie auch einigen ihrer realitätsfernen Fürsten sehr große Sorgen, denn man hatte ihren betrügerischen und menschenverachtenden Plan durchschaut. Deshalb wurden die Untertanen nun vieler ihrer elementaren Rechte beraubt und die Hofberichterstatter verbreiteten immer mehr zweifelhafte Schreckensmeldungen. Aber auch das konnte die Kritiker nicht aufhalten, sich unermüdlich auf friedliche Weise immer massiver zu wehren und weiterhin so zu leben, dass ihr Immunsystem stark blieb. Sie waren sich sehr sicher, es würde schon bald die Zeit kommen, in der dieser Spuk vorbei sein wird. Das jüngste Gericht würde Gerechtigkeit walten lassen, damit alle wieder frei und unbeschwert leben konnten. Fortsetzung folgt..................

Anmerkung meinerseits: Diese Gechichte ist wie oben schon erwähnt frei erfunden. Ähnlich-keiten mit real existierenden Personen und Situationen sind rein zufällig.

Kette rechts

Reiner


1 Kommentar:

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